Funcom und die Zukunft? – Age of Conan Europe Forums

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Finanzbehörden nehmen Funcom unter die Lupe

Mehrere Personen in der Firmenleitung haben ihre Aktien abgestossen während der Kurs der Aktien um 90% gefallen ist. «Ich kann bestätigen, dass wir Funcom untersuchen, und unteranderem die Transaktionen und Kurzentwicklungen der letzten Monate genauer ansehen werden,» sagte Geir Holen, Abteilungsleiter in der Finanzbehörde E24 gegenüber.

Auch die Osloer Börse schlägt Alarm. “Wir haben einige Untersuchungen von Funcoms Handelsverkehr vorgenommen. Wir haben auch eine Erklärung der Firma erhaltenund stehen momentan mit Funcom im Dialog,» sagte Guro Steine, Kommunikationsleiter der Osloer Börse E24 gegenüber.

Enttäuschende Verkaufszahlen
Untersuchungen von Funcom fanden erstmals statt als die Aktien der Firma dramatisch fielen, direkt vor und nach dem Start von Funcoms letztem grossen Projekt «The Secret World» am 3. Juli. Dienstag dieser Woche wurde bekannt, dassFuncom nur 200.000 Exemplare von TSW verkauft hat, was von Analyst Espen Torgersen als «schrecklich wenig» bezeichnet wird. Von einer Höchstnotierung von 24 Norwegischen Kronen im April, sind Funcoms Aktien diesen Dienstag auf ein historisches Tief von 2,38 Kronen gefallen.

Aktienverkauf
Mehrere Personen der Firmenleitung haben im Laufe der letzten Monate Aktien der Firma verkauft:

26. April: Konzernchef Trond Arne Aas verkaufte 380.000 Aktien zu einem Kurs von 20,57 Kronen, zusammen 7,816 Mio. Kronen.
27. juni: Wirtschaftsdirektor Bjørn Toften verkaufte 26.000 Aktien zu einem Kurs von 15,52 Kronen, zusammen 403.520 Kronen.
27. juni: Konzerndirektor Morten Larssen verkaufte 25.000 Aktien zu einem Kurs von 15,52 Kronen, zusammen 388.000 Kronen.
3.-12. Juli: Der ehemalige Konzernleiter Trond Arne Aas verkaufte 175.500 Aktien mit einem totalen Wert von 2,502 Mio Kronen.
12.-30. Juli: Der ehemalige Konzernleiter Trond Arne Aas verkaufte 50.000 Aktien mit einem totalen Wert von 394.500 Kronen.

Einen Grossteil seiner Aktien verkaufte Aas kurz bevor er seinen Posten als Konzernleiter verliess, einen Tag vor Launch von TSW. «Ich habe in mehreren Transaktionen und zu verschiedenen Zeitpunkten Aktienverkauft», erklärte Aas E24 gegenüber.

Auf eigene Initiative
Abteilungsleiter Holen zufolge hat die Finanzbehörde eine Untersuchung Funcoms selbst eingeleitet. Er möchte nicht auf Details dieser Untersuchung eingehen: «Ich kann keine Details daråuber bekannt geben, wie wir vorgehen,» sagt Holen auf die Frage, ob die Behörde in irgend einer Form Beweissicherung betreibt. «Ich kann auch nicht kommentieren, welche Schritte wir eingeleitet haben im Laufe dieser Untersuchung», sagt Holen. Aasen hat E24 gegenüber erklärt, dass er weder Mit der Finanzbehörde noch mit der Osloer Börse in Kontakt gestanden hat, was seine Aktiengeschäfte anging. Diese Gespräche würden mit der Firma geführt.[…]

The Secret World
TSW ist Funcoms neuestes MMO, und wurde am 3. Juli veröffentlicht. Das Spiel hat50 Mio Dollar in der Entwicklung gekostet, und sollte eigentlich derökonomische Träger der Firma werden. Die Verkaufserwartungen orientierten sich an Funcoms letztem grossen MMO, Age of Conan, welches über 1 Mio Exemplare verkauft. Am 10. August gabFuncom bekannt dass TSW die Erwartung nicht erfüllt hat, aber es wurden noch keine Zahlen bekanntgegeben. Am 28. August wurde bekannt, dass das Spiel bisher nur 200.000 Exemplare verkauft hat. Auch Funcoms jetziger Chef, Ole Schreiner, sagt, dass der Vorverkauf von TSW keine Schlüsse auf derartig schlechte Verkaufszahlen zuliess. “Der Vorverkauf lief wie erwartet, und wir hatten keine Anzeichen,dass wir die Verkaufserwartungen nicht erfüllen würden”, sagt Ole Schreiner.

Erschüttert
Der Firmenleitung wurde trotzdem sehr schnell nach der Veröffentlichung von TSW klar, das der Verkauf fehlschlagen würde. «Schon bei Release sanken die Verkaufszahlen ab. Wir haben nur 200.000 Exemplare verkauft,also sollte klar sein, dass wir sehr schnell merkten, dass wie die erwarteten Verkaufszahlen nicht erreichen würden», sagt Schreiner. Aas wiederum behauptet,dass er von Funcoms Meldung am 10 August vollkommen überrascht gewesen wäre, dadiese in Wirklichkeit besagte, dass TSW ein Flopp ist.

http://e24.no/boers-og-finans/funcom…llene/20268154

Funcom setzt nicht mehr auf “grosse” Spiele

Der norwegische Spieleproduzent Funcom hat bisher immer auf grosse Spielprojekte gesetzt, mit grossen Ambitionen, grossen Budgets und langen Entwicklungszeiten. Jetzt ändert die Firma den Kurs und setzt von nun an auf kleinere, schnellere und billigere Projekte. «Das neue Modell läuft daraus hinaus, Entwicklungszeiten zu verkürzen. Spiele wie League of Legends und World of Tanks haben in etwa den Umfang der wir uns hierbei vorstellen. Wir setzen jetzt auf Spiele, die zu Release änhlich umfangreich wie diese Titel bei ihrem Relase waren, sagt Funcoms neuer Chef Ole Schreiner E24 gegenüber nach der Veröffentlichung des Quartalreports letzten Dienstag.

In Funcoms neuer Strategie wird auf Spiele mit Budgets zwischen 2 und 15 Mio Dollar gesetzt, wesentliche weniger als Age of Conan und TSW, welche bei Budgets von 50 Mio Dollar hatten. Bisher muss man für Funcoms spiele bezahlen. Dieses Modell wird es künftig wohl nicht mehr geben. «Wir werden weiterhin MMO für den PC entwicklen, aber wir werden uns auf ein F2P Modell hinbewegen, wo man für einen Premium-account zahlen muss,” sagt Schreiner.

Einsparungen
Im 2. Quartal 2012 hatte Funcom Verluste in einer Höhe von 5,3 Mio Dollar, und hatte am Ende des Quartals noch 12,2 Mio Dollar auf dem Firmenkonto. «Mit dieser hohen Verbrauchsrate, wie wir sie vor dem Launch von TSW hatten, hätten wir nicht lange weiterleben können. Jetzt sparen wire in,» sagt Schreiner. Einen Teil dieser Einsparungen treffen das Personal. In den 4 Filialen der Firma wurden in etwa die Hälfte der Belegschaft in den unzahlten Urlaub geschickt oder entlassen. Alle Entlassungen betreffen Niederlassungen ausserhalb Norwegens. Gleichzeitig versucht Funcom, die Einnahmen zu verbessern. «Wir arbeiten hart damit, unsere Einnahmen zu erhöhen. Wir betreiben gezieltes Marketing, unter anderem mit Preisstrukturen, Package-deals – nicht unbedingt mit Rabatten. Wir maximieren das Angebot unserer ingame-shops. Auf lange Sicht bedeutet das auch Preisänderungen. «
[…]

http://e24.no/analytiker-om-funcom-l…hoest/20268153

Analysten: Keine grosse Gefahr für Insolvenz in diesem Herbst

Funcom wird wahrscheinlich nicht Insolvenz anmelden müssen in diesem Herbst, aber etwas muss sich radikal ändern, meinen Analysten.

«Es besteht keine direkte Gefahr das der Firma das Geld noch diesen Herbst ausgeht, aber es ist ganz deutlich, dass Funcom so wie es heute ausieht, nicht bestehen kann,» sagt Espen Torgersen, Analyst bei Carnegia, E24 gegenüber. Espen ist wahrscheinlich der Marktanalyst, welcher Funcom am besten kennt und schon seit langem verfolgt. Nach dem heutigen Quartalsreport zeigte er sich enttäuscht. «Zum ersten Mal erklärt die Firma wie viele Exemplare TSW verkauft hat, und 200.000 sind erschreckend wenige», sagt Torgersen.

Geld auf dem Konto
Er isieht sich trotzdem vorläufig beruhigt von der Meldung das Funcom am Ende des 2. Quartals mehr Geld zu Buche steht als am Ende des 1. Quartals. Da standen der Firma 16,9 Mio Dollar zu Buche.
“Mit in etwa 20 Mio Kronen auf dem Konto besteht keine Gefahr auf kurze Sicht. Funcom erhofft sich nun einen Gewinn im ersten Quartal 2013, und das hat die Firma auch nötig,» sagt Torgersen. Der Analyst verdeutlicht trotzdem, dass das Firmelbild, das sich nach dem Release von TSW darstellt, ein ganz anderes ist als Funcom wie sie bisher bekannt waren. «Die Kosten müssen auf ein Niveau gebracht werden das bei weitem unter dem bisherigen liegt was sich Funcom und andere bisher vorgestellt haben», sagt Torgersen.
Die Firmenleitung bestätigt das sich die Firma in dieser Richtung Gedanken macht. “Wir wollen nicht nochmal ein Spiel wie TSW, mit einer mehrjährigen Entwicklungszeit und Kosten in einer Höhe von 50 Mio Dollar,» sagt Ole Schreiner E24 gegenüber.

Neue Besitzer?
Die Alternative wäre eine Übernahme der Firma durch neie Eigner. «Wird ein Angebot auf Übernahme gestellt, wäre ich mir nicht sicher dass die Aktionäre dieses ablehnen würden. Aber das müssen natürlich die Aktionäre entscheiden,” sagt der Carnegie-Analyst. Er will nicht spekulieren, wer evt. die Firma übernehmen könnte.
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